Mittwoch, 2. Dezember 2015

Schulbesuch 18. November 2015


Der Weg zur Beate Schule ist ein sehr mühsamer. Über Wege, die tief ausgefahrene Fuhren von den Ochsenkarren haben, und entlang vieler Erdnussfelder fährt uns Min Min wohlbehalten zur Beate Schule. Auf den ersten Blick sieht die Schule gut aus. Bei näherem Hinsehen sehe ich, dass einige der Glasfenster kaputt sind und ersetzt werden müssen, das steht noch von meinem letzten Besuch an. Die Schule hat vom Mönch Erdöl bekommen um das Holz zu streichen. Das wurde von Studenten gemacht, allerdings nicht sehr ordentlich. In einem Klassenzimmer liegt Schulmaterial in einer Ecke herum, ich dachte es wäre Abfall. Min Min beauftragt die Kinder die Hefte und Bücher auf zu räumen. Die Handwaschstation hat kein Wasser und die Toiletten könnten auch sauberer sein. Mr. U Tan Maung setzt gleich ein Kind ein um die Toilette zu säubern. Der Schulleiter zeigt kein Interesse an uns, er macht seinen Unterricht weiter. Die Lehrerinnen, die in unserem Gebäude unterrichten sind mit uns einig, dass hier etwas mehr Engagement gewünscht wäre. Aber das beginnt bei ihnen selbst...
Die Wasserinstallation, die wir mit der Spende haben bauen lassen, funktioniert einwandfrei. Nachdem wir etwas Probleme mit dem PAUL an der Schule hatten, hat sich der Mönch, der direkt neben der Schule wohnt, bereit erklärt, die Installation auf seinem Gebiet zu bauen. Nun kommen die Schüler morgens um hier das Trinkwasser zu holen. Nur die jüngeren Schüler haben keine Wasserflaschen in den Klassenzimmern stehen, da der Schulleiter nicht veranlasst, dass diese Klassenzimmer auch mit Trinkwasser versorgt werden, das ist nicht zu glauben! Ich denke jedoch, dass die Lehrerinnen darin auch eine andere Rolle spielen könnten...egal, wie dem auch sei, der Mönch verspricht uns zu veranlassen, dass die jungen Schüler auch mit Trinkwasser versorgt werden. Darauf vertraue ich!
Im Moment lässt der Mönch die Dorfbewohner noch kein Trinkwasser holen, da er Angst hat, dass er sonst nicht genügend für die Schüler und sich hat. Ich schlage ihm vor, dass er einen Wasserbeitrag von den Dorfbewohnern fragt in Form von vollen Wasserfässern, mit denen er dann sein Reservoir anfüllt. So wäre allen geholfen. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.
Die neue Spende verwenden wir für mehr Trinkwasserflaschen in den Klassenzimmern und für das anständige Streichen des Holzes. Mr. U Tan Maung wird das zusammen mit dem Dorfältesten veranlassen. Auch die Glasscheiben sollen ersetzt werden und die Mauer an der Toilette ausgebessert werden. Dann sieht die Schule wieder gut aus. ub